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Photovoltaik Preise für 2024

  • Wie hoch sind die aktuellen Kosten einer Photovoltaik-Anlage? Mit welchen Anschaffungskosten und Preisen für Installation und Montage ist zu rechnen? Wie schlagen Wechselrichter, Stromspeicher und Smart Meter ins Gewicht? Hier bieten wir eine Übersicht, damit Sie die Kosten für Ihre PV-Anlage kalkulieren können.

  • Seit 2006 sind die Photovoltaik Preise für fertig installierte Photovoltaikanlagen um mehr als 75 % gefallen, auf mittlerweile unter 1.300 € pro kWp. Da die Anschaffungskosten für die Wirtschaftlichkeit maßgebend sind, lohnt es sich, die Preise zu vergleichen.

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Einflussfaktoren

Die wesentlichen Faktoren für den rasanten Preisverfall bei Photovoltaikanlagen ergeben sich aus den Skalen- und Lerneffekten und dem technologischen Fortschritt in der Herstellung.

So wurde die Fertigung der Solarmodule in den letzten Jahren immer weiter automatisiert. Die fortschreitende technische Entwicklung der Module wird immer besser, sodass für 1 kWp immer weniger Rohstoffe benötigt werden. Hinzu kommt, dass die Konkurrenz in den letzten Jahren auf dem Markt durch eine Vielzahl an Anbietern größer geworden ist und den Preis durch ein Überangebot drückt.

Zudem führt die schrittweise Senkung der Einspeisevergütung für netzgekoppelte Photovoltaikanlagen zu weiterem Preisabfall. Insgesamt betrachtet bieten die Photovoltaik Preise im Vergleich zu den Strombezugskosten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis über die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage.

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Kosten für eine PV-Anlage in der Anschaffung

Bei der Anschaffung entscheiden die Kosten der PV-Anlage maßgeblich darüber, welches Angebot gewählt wird. Dieser Preis ergibt sich aus den Kosten für die PV-Module, den Wechselrichter sowie das Montagesystem. Hinzu kommen die Modulmontage und Inbetriebnahme der Anlage. Im Folgenden geben wir eine Übersicht, welche Kosten bei den einzelnen Komponenten zu erwarten sind.

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PV-Anlagen Preise nach kWp

Im Nachfolgenden erhalten Sie eine Zusammenfassung der durchschnittlichen Gesamtkosten für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 5 bis 12 Kilowatt-Peak (kWp), differenziert nach der Größe der Anlage. Alle genannten Beträge verstehen sich vor Steuern, da seit 2023 der Mehrwertsteuersatz für kleine Anlagen auf Wohngebäude 0 % beträgt.

Größe PV-Anlage

Kosten PV-Anlage

Kosten PV-Anlange + Speicher

16.000 € - 18.000 €

15.000 € - 17.000 €

14.500 € - 16.000 €

13.500 € - 15.500 €

13.000 € - 14.500 €

12.500 € - 13.500 €

11.500 € - 13.000 €

10.500 € - 12.000 €

12 kWp

11 kWp

10 kWp

9 kWp

8 kWp

7 kWp

6 kWp

5 kWp

21.500 € - 26.000 €

20.500 € - 25.000 €

19.500 € - 24.000 €

19.000 € - 23.000 €

18.000 € - 22.000 €

17.000 € - 21.000 €

16.000 € - 19.500 €

15.000 € - 18.000 €

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Passende Angebote

Zukünftige Betreiber einer Photovoltaikanlage sollten für einen umfassenden Photovoltaik-Preisvergleich mindestens drei Angebote von unterschiedlichen Solarteuren einholen.

Neben den Solarmodulen sollten alle weiteren Komponenten für eine schlüsselfertige Anlage im Angebot enthalten sein. Nur so können die Photovoltaik Preise und der voraussichtliche Ertrag effektiv verglichen werden.

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Photovoltaik-Preise: Module

Die aktuellen Kosten für Photovoltaikmodule liegen im Bereich von 0,4-0,55 € pro Watt. Ein durchschnittliches monokristallines Photovoltaikmodul mit einer Leistung von 350 bis 450 Watt kostet daher gegenwärtig 150 € bis 250 €. Bei einer 10 kWp-Anlage belaufen sich die reinen Modulkosten auf etwa 5.000 €.

Die Wahl von Polykristallin- oder Dünnschichtmodulen kann die Kosten um 20-40 Prozent senken. Allerdings weisen diese Modultypen geringere Wirkungsgrade auf und haben optisch weniger Reiz als schwarze monokristalline Module.

Es ist erwähnenswert, dass im Internet Preisindizes mit Werten von 0,35 € oder sogar 0,15 € pro Modul zu finden sind. Diese Werte repräsentieren jedoch die Herstellungskosten der Photovoltaikmodule, die nur bei Einkaufsgrößen von Containerladungen gelten. Daher sind die tatsächlichen Modulpreise für Photovoltaikanlagen auf Hausdächern tendenziell höher.

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Preise für PV-Wechselrichter – Qualitätscheck lohnt sich

Die Investitionskosten für Wechselrichter bewegen sich im Bereich von 1.500 € bis 4.000 €. Die endgültigen Ausgaben hängen stark von den Funktionen und dem Hersteller des Geräts ab.

Es ist ratsam, beim Wechselrichter nicht zu sparen, da das einen geringeren Wirkungsgrad des Wechselrichters zufolge haben kann. Das wiederum wird zu höheren Energieverlusten führen, was letztendlich den Ertrag mindert.

Schon eine Differenz von nur einem Prozent im Wirkungsgrad kann bei einer 10 kWp Anlage jährlich Verluste von 100 kWh zur Folge haben. Empfehlenswert sind hochwertige Wechselrichter von renommierten Herstellern wie Sungrow, Kostal, RCT, Huawei, SMA oder Fronius.

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Preise für PV-Speicher – Investition für mehr Eigenverbrauch

Aktuell variieren die Preise von Stromspeichern für Privathäuser zwischen 6.000 € und 15.000 €, abhängig vom Hersteller und der Kapazität. Die Anschaffung des Speichers ist optional, bietet aber einige Vorteile in Sachen Eigenverbrauch und effiziente Energienutzung.

Beispielsweise ermöglicht es ein Stromspeicher, den selbst erzeugten Solarstrom zu speichern und später zu nutzen, was die Abhängigkeit von teurem Netzstrom reduziert. Er kann auch als Notstromaggregat dienen, die Ausgaben auf der Energierechnung erheblich senken und zur Stabilisierung des örtlichen Stromnetzes beitragen.

Besonders wenn die Nutzung weiterer größerer Verbrauchsgeräte wie einem Elektroauto oder einer Wärmepumpe geplant ist, kann die Anschaffung eines Speichers sinnvoll sein.

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Photovoltaik Preise: Montage und Installation

Ein wichtiger Posten bei den Gesamtkosten für eine Photovoltaikanlage ist das Montagesystem. Einschließlich der Unterkonstruktion bewegt es sich in der Regel zwischen 500 € und 1300 €. Das kann je nach Anlagengröße variieren.

Indach-Montagesysteme sind zum Beispiel tendenziell teurer, bieten jedoch den Vorteil, dass sie die Dacheindeckung weitgehend ersetzen und daher insbesondere bei Neubauten oder Gebäuden mit Sanierungsbedarf sinnvoll sind.

Die Kosten für die Elektroinstallation und Modulmontage hängen stark von den örtlichen Bedingungen und der Größe der Anlage ab. Grob geschätzt können für eine Anlage mit 8–12 kWp mit Ausgaben von 1.000 € bis 3.000 € für die Elektroinstallation und 2.500 € bis 4.000 € für die Modulmontage gerechnet werden.

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Anschaffungskosten Smart Meter für PV-Anlage

Ein Smart Meter schlägt mit rund 30 € zu Buche für kleine Photovoltaikanlagen, wo die Anschaffung freiwillig ist. Diese Investition wurde im vergangenen Jahr durch den Digitalisierungsplan erheblich gesenkt. Die zahlt sich umso mehr aus, da ein Smart Meter Ihren Eigenverbrauch steigert.

Der Smart Meter misst Ihren Eigenverbrauch in Echtzeit und ermöglicht es, bis zu 100 % der Nennleistung Ihrer Anlage zu nutzen (beispielsweise bei 30 % Eigenverbrauch und 70 % Einspeisung). In absehbarer Zeit werden Smart Meter für alle Haushalte verpflichtend sein, in der Übergangsphase des Solarpaket 1 ist vorübergehend auch der Einsatz von Digital- und Analogzählern erlaubt.

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Photovoltaik-Preise: Leistungsoptimierer für mehr Ertrag

Leistungsoptimierer sind eine sinnvolle Ergänzung für Photovoltaikanlagen, insbesondere wenn zeitweilige Verschattungen der PV-Module auftreten. Sie gleichen diese Beeinträchtigungen aus, indem sie sicherstellen, dass jedes Modul unabhängig von den anderen arbeitet und so die Gesamtleistung der Anlage maximiert wird. Das ist besonders nützlich, um den Energieertrag und die Rentabilität der PV-Anlage zu steigern, selbst in Bereichen mit wechselnden Schattenverhältnissen.

Ein Leistungsoptimierer wird pro Modul installiert und kostet etwa 60 €.

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Photovoltaik-Preise in 2024 günstiger?

Die Frage, ob die Photovoltaik-Preise im Jahr 2024 günstiger werden, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Natürlich sind die Kosten für Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren erheblich gesunken. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, wie die kontinuierliche Verbesserung der Technologie, die Skalierung der Produktion und die wachsende Konkurrenz. Auf der anderen Seite wird die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen in Deutschland ab dem 1. Februar 2024 halbjährlich um ein Prozent gesenkt. Dies bedeutet, dass die Einnahmen aus der Einspeisung von Solarstrom rückläufig sein werden.

Um die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen zu steigern, könnten einige Maßnahmen ergriffen werden, darunter die Verlängerung der EEG-Förderung, die Senkung der Strompreise und die Förderung von Speichersystemen.

Viele Interessierte fragen sich im Vorfeld, wie viel Geld sie durch die Erzeugung ihres eigenen Solarstroms pro Jahr verdienen können. Entscheidend sind dafür insbesondere die aktuellen Stromkosten und die Einsparungen, die durch Photovoltaik erzielt werden. Zusätzlich ergeben sich Einnahmen aus dem Strom, der nicht selbst verbraucht wird und daher ins Netz eingespeist und verkauft wird. Wenn man eine Photovoltaikanlage mit einem Stromspeicher kombiniert, ist es möglich, sich bis zu 90 % autark mit Strom zu versorgen und die Stromkosten auf ein Minimum zu reduzieren.

Insgesamt hängen die Preise und die Rentabilität von Photovoltaikanlagen von einer Vielzahl von Faktoren ab, und es ist ratsam, die individuellen Bedingungen und Fördermöglichkeiten zu prüfen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

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